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Heilfasten

Der Körper und der Geist (mind) sind eng miteinander verbunden
und beide werden durch Nahrung unterhalten. Deshalb hat Nahrung einen erheblichen Einfluss auf den Charakter und das Geschick eines Menschen. 

So wie das Essen, so der Geist.
So wie der Geist, so die Gedanken.
So wie die Gedanken, so die Handlung.

Alles was durch die Sinne aufgenommen wird, kann als ‚Nahrung’ eingestuft werden.
Für den spirituellen Aspiranten (Schüler) muß das, was er zu sich nimmt, immer ‚sathwic’, also rein und maßvoll sein. Die Klänge, die Sichtweise, die Eindrücke, die Ideen, die erteilten Lektionen, die Kontakte –
alles muss Ehrerbietung, Bescheidenheit, Ausgewogenheit, Gleichmut und Schlichtheit voranbringen.

Es ist die reine, ausgewogene Nahrung, die den Geist in einem stabilen Zustand sein lässt, völlig auf das Selbst konzentriert, über das reiflich nachgedacht werden muss, um Frieden zu verwirklichen.

Anushtan

Die Fastenzeiten sind Teil meines Wesens. Ich kann auf sie ebenso wenig verzichten wie auf meine Augen. Was die Augen für die äußere Welt sind, das ist das Fasten für die Innere.

Mahatma Gandhi

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Bei jeder Art des Fastens wächst die Sensibilität für tiefergehende Gedanken. Beim spirituellen Fasten erhält dieser Aspekt besondere Aufmerksamkeit. Meditation, Stille und Schweigen sind oft wirksame Begleiter in der Zeit der Einkehr. Das Gebet erhält eine große Tiefe.
Die Dauer beträgt in der Regel zwischen 7, 14, 21 Tagen und abschließend mit Wasserfasten 3, 6, 9 Tage. Die Veranstaltungsorte sind einsam und ruhig gelegen. Besonders geeignet ist spirituelles Fasten als Vorbereitung auf einen neuen Lebensabschnitt und bei wichtigen Fragen und Entscheidungen: 

  • Spirituelle Entwicklung
  • Berufswahl,
  • Ehe,
  • Lebensgemeinschaft,
  • nach dem Verlust eines geliebten Menschen,
  • Ruhestand,
  • bei grundlegenden Fragen zum eigenen Leben.

Dr. Otto Buchinger, der Fastenpionier, stellt in seinem Buch „Das Heilfasten“ folgendes fest: Recht interessant und noch wenig erforscht ist die Psychologie des Fastens.  Die Beobachtung von über 2500 Fastenkuren gibt uns das Recht zur Schilderung:

Eine Art Lösung und Lockerung verkrampften seelischen Gefüges ist erkennbar, eine Klärung der Lage und eine höhere Feinfühligkeit. Das analytische Denken ist anfangs erschwert, die Intuition vertieft und erleichtert.

Zu Anfang des Fastens erleben wir einen kurzen, aber deutlichen Pendelschlag der Gemütslage nach der depressiven Seite. Dann einen deutlichen Ausschlag nach dem Gegenteil, der manischen Seite: wir finden erleichterte Gedankenabläufe, erhöhte seelische Produktivität. Neben der stärkeren Sensibilisierung (Instinktverfeinerung) erfahren wir auch gelegentlich glatte Lösungen neurotischer Verkrustungen; der wahre Kern kommt heraus, es ist ein Zu sich selberkommen. Der innere Ruhepunkt, das Meta Zentrum wird entdeckt, eben die innere Heimat.“

Das Heilfasten findet 4 x pro Jahr bei uns statt. Ausgeglichene Nahrung stärkt die Sinnesfunktionen und verleiht geistige Harmonie und Klarheit.